Nature Vivante

Nature Vivante

NAOSgalerie 2004

Lebensfrohe, mediterrane Stilleben von Claudia Hoffer.

Stilleben werden im französischen als „Nature Morte“ bezeichnet, also als tote Natur. Diese Bezeichnung trifft aber überhaupt nicht auf die Arbeiten von Claudia Hoffer zu. Sie prägte daher den Begriff „Nature Vivante“ (lebende Natur) in ganz bewusstem Gegensatz zu dem französischen nature morte. Bei den Bildern der Ausstellung handelt es sich um naturalistische, überlebensgroße Darstellungen von Früchten, meist Zitronen, aber auch Blumen, Lilien und Ranukeln. Claudia Hoffer ist eine Meisterin des Lichtes. Durch den aufwändigen Aufbau der Ölgemälde erhalten die Bilder eine räumliche Tiefe und unglaubliche Plastizität. Sie unterscheiden sich damit deutlich von so manchem schnell und oberflächlich hingeworfenem Kunstwerk.

Claudia Hoffers Architekturmalerei (Trompe L’Oeil-Malerei) kommt in dieser Ausstellung leider etwas zu kurz, da die Bilder Bestandteil der jeweiligen Architektur sind und damit nicht mehr transportiert werden können. Portraits wollte Sie in dieser Ausstellung auch nicht zeigen. Die Betrachter haben nur dann Zugang zu einem Portrait, wenn sie die abgebildete Person kennen, meinte sie.

Trotzdem gibt es in der Ausstellung ein Portrait: Das ihres Sohnes Pascal. Etwas aus dem Rahmen fällt das Bild „Tour de France“, welches in diesem Sommer in Paris entstand. Vielleicht zeichnet sich ja hier eine neue Entwicklung der Künstlerin statt, ein Schritt, den sie gegangen ist, ohne jedoch ihrem Lieblingssujet, den Zitronen untreu zu werden.

Andreas Winkler Auszug aus dem Eröffnungsvortrag

Claudia Hoffer arbeitet heute an der Münchner Staatsoer als Bühnenbildnerin